Si, signori, setzt euch, nehmt euch einen Espresso und hört gut zu. Wenn im November die Tore der heiligen Hallen in Mailand zur EICMA 2026 öffnen, geht es nicht nur um ein bisschen Blech und Gummi. Es geht um Ehre, Macht und die Maschinen, die im nächsten Jahr auf unseren Straßen das Sagen haben werden. Die Spione der Fachpresse haben ihre Fühler ausgestreckt und verraten, was in den heiligen Hallen der Hersteller brodelt.
Hier ist der vertrauliche Lagebericht, exklusiv für die Jungs vom MGC Paderborn.
Moto Guzzi: Ein heiliger Schwur bricht?
Fangen wir direkt mit dem an, was unsere Herzen höher schlagen lässt – oder uns den Kaffee im Halse stecken lässt. Die Rede ist von Mandello del Lario. Seit Jahrzehnten wissen wir: Eine echte Guzzi hat ihren V2 im Rahmen, tief, grollend, unverwechselbar. Doch was flüstern die Vögel aus Italien?
Unter dem Namen „The Trip 500“ könnte Guzzi auf der EICMA ein A2-Bike mit satten 48 PS präsentieren. Das Besondere? Der Motor soll ein Aprilia-Twin sein (genauer gesagt der 457er aus der RS 457) – verpackt in ein schlankes 175-Kilo-Paket. Ein historischer Bruch oder ein genialer Schachzug, um die nächste Generation in unsere Familie zu holen? Die Jungs in Mandello spielen ein gefährliches, aber spannendes Spiel.
BMW: Die eiserne Hand aus München
Die weiß-blauen Cousins aus Bayern schlafen nie. Die Gerüchteküche brodelt gewaltig:
M 1300 GS: Die Erlkönige wurden im Dreck erwischt. Mit M-Insignien, kompromisslosem Offroad-Setup und – Achtung! – nach Ewigkeiten mal wieder einem 21-Zoll-Vorderrad bei einer Boxer-Enduro. Wer da im Gelände nicht spurt, ist selber schuld.
F 450-Modelle: Die neue Mittelklasse-Plattform steht in den Startlöchern, um die jungen Leute an die Haken zu kriegen.
Ducati: Ein italienischer Cousin mit neuem Single
Unsere roten Freunde aus Borgo Panigale feiern ihr 100-jähriges Jubiläum, und man lässt sich traditionell nicht in die Karten schauen. Aber die Informanten haben einen Riecher: KTM hat vorgelegt, also braucht Ducati eine Antwort in der Einzylinder-Enduro-Klasse (ca. 80 PS). Wenn sie den Superquadro Mono (bekannt aus der Hypermotard) in eine neue Desert X 696 pflanzen, brennt die Luft.
Die Konkurrenz schläft nicht: Aprilia, Honda, Triumph & Yamaha
Aprilia: Man träumt im Norden Italiens schon lange von einer brutalen Caponord V4 mit 175 PS, um den Platzhirschen die Show zu stehlen. Ob sie endlich kommt?
Honda: Könnte mit einer neuen CB 500 auf Einzylinder-Basis angreifen, um den wachsenden Märkten zu zeigen, wer den Ton angibt.
Triumph: Die Tiger 1200 kriegt wohl ein dickes Radar-Upgrade verpasst, während die Fachpresse weiter von einer brachialen Tiger Sport 1200 mit dem 1160er-Triple der Speed Triple träumt.
Yamaha: Alle warten auf die Ténéré 900. Mit dem 890er-Triple und dem Y-AMT Automatikgetriebe könnte das der Pate der Schotterpisten werden – vorausgesetzt, Yamaha traut sich auf den Markt.
Das Fazit der Familie
Ab dem 4. November 2026 wissen wir, welche Gerüchte reines Strohfeuer waren und welche Maschinen wirklich auf den Asphalt rollen. Eines ist sicher: Der mürrische Blick in die Kristallkugel zeigt ein hartes Geschäft, aber verdammt gute Eisen für die Straße.
Bis dahin: Haltet die Reifen auf dem Asphalt, den Tank voll und die Ohren offen.
Euer Capo vom MGC Paderborn